Jeden Dienstag und Samstag zwischen 11:00 und 13:00 steht Mama Giesela / Giesela Hörster oder eine Vertretung für Fragen allgemeiner Art oder in speziellen persönlichen Nöten bereit, mit Rat und Tat zu unterstützen.
Wenn eine Flüchtlingsfamilie eine Wohnung in der Stadt sucht, helfen wir mit unserem Team bei der Wohnungsvermittlung, der Einrichtung und bieten Umzugshilfen an.
Rund um die eigene Wohnung
Der Einzug in eine eigene Wohnung ist mit komplexen Entscheidungen und Vertragsabschlüssen verbunden. Daher erarbeiten wir mit der Verbraucherzentrale und den Teilnehmern:
- die Notwendigkeit Strom (evtl. Gas) Telefon u. Internet anzumelden
- die Kaltmiete und die Zusammensetzung der Nebenkosten
- Abschlagzahlungen und Jahresabrechnungen
- die Möglichkeit der Befreiung von den Rundfunkgebühren
- die Haftpflicht- und Hausratversicherung
- das System der Mülltrennung
Heizkosten sparen
Finanzielle Nachforderungen können eine große finanzielle Belastung für die geflüchteten Menschen darstellen. Daher erarbeiten wir in den Kursen mit den Teilnehmern:
- die Zahlungsweise für Heizkosten, d. h. Vorauszahlungen, Jahresabrechnung, Guthaben und Nachzahlungen
- die richtigen Raumtemperaturen und die Einstellung des Heizkörpers
- das Entstehen von Feuchtigkeit und die Notwendigkeit regelmäßig zu lüften.
- die Vermeidung von Schimmel
Stromkosten – Strom sparen
Wir erarbeiten mit den Teilnehmern zum Thema Stromverträge:
- eine Musteranmeldung beim Stromanbieter
- die Preise für Strom in Deutschland
- die Zahlungsweise für Strom, Vorauszahlungen und Jahresabrechnungen. Guthaben und Nachzahlungen
- Stromfresser und Alltagstipps, um Strom zu sparen
Smartphone und Kostenfallen
Wir erarbeiten mit den Teilnehmern:
- die Preise unterschiedlicher Handytypen und ihre APP-Funktionen
- den Unterschied zwischen Prepaid- und Laufzeitverträgen
- unterschiedliche Tarife und Einschätzung des eigenen Medienverhaltens
- die Kosten für einen Handyvertrag (ggf. Smartphone) über die gesamte Laufzeit
- Kostenfallen wie Datenautomatik, hoher Datenverbrauch durch bestimmte Apps oder zusätzliche Kosten durch Auslandsverbindungen
Ein Team von pensionierten Lehrern begleitet die Schüler und Auszubildenden, hilft bei den Schularbeiten und bei der Führung des Berichtheftes. Unterstützung gibt es auch bei Prüfungsvorbereitungskursen. Viele Menschen haben schon Arbeit gefunden und sind nicht mehr auf staatliche Hilfe angewiesen.
Eine unserer wichtigsten Aufgabe ist es, den Menschen, die zu uns kommen, die deutsche Sprache zu vermitteln. Die staatliche Behörde “BAMF“ (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) unterstützt mit ihren Zahlungen die VHS-Sprachkurse.
Zu uns kommen aber Menschen aus über 20 Ländern, die auch versorgt werden müssen und die ebenso unsere Sprache beherrschen sollten, auch wenn deren Asylverfahren noch läuft oder sie nur einen geduldeten Status besitzen. Da wir vom Erzbistum Paderborn durch Fördergelder unterstützt werden und wir eng mit der katholischen Erwachsenenbildungsstätte Bielefeld zusammenarbeiten, ist es uns möglich zusätzlich, “eigene“ Sprachkurse anzubieten. Die zentral im Ort gelegenen Schulungsräume (Alte Speller Str. 30), werden von der Stadt SHS finanziert.
Vier Deutschlehrer*innen arbeiten für uns und bieten verschiedene Sprachkurse an:
- Sprachkurse für Erwachsene “Leben in Deutschland“
- Sprachkurse für Mütter mit Kleinkindern mit Kinderbetreuung
- Nachhilfe für Schüler
- Schulaufgabenhilfe für Auszubildende (Berufsschüler)
Wer nicht mit dem Bus oder Fahrrad fahren kann, wird mit dem Kirchen-Bulli zum Unterricht gefahren. Unterstützt werden wir hierbei durch die Nachbargemeinden Bielefeld Süd, St. Elisabeth und St. Kunigunde, die uns den Bulli zur Verfügung stellen.
Um den Kontakt zu deutschen Schülern herzustellen, arbeiten wir auch mit den örtlichen Schulen zusammen. Die oberen Jahrgänge kommen zu uns in den Unterricht und können mit unseren Deutsch-Schülern sprechen. Sie können Fragen stellen und sich so ein Bild machen, wie die Flüchtlinge hier in der Stadt leben. So wirken wir den Biertischparolen entgegen und versuchen, Aufklärung zu treiben. Einen offenen Treffpunkt für alle BürgerInnen, bietet das Sprachcafé der Flüchtlingshilfe jeden Donnerstag von 17.00 bis 20.00 Uhr, ebenfalls in den Schulungsräumen (s.a. unter Freizeitangebote).
Unser Bedarfslager “Sozial-Shop“ befindet sich im Ortsteil Stukenbrock-Senne, Lippstädterweg 63., direkt am "Kindergarten St. Achatius". Dort können jeden Montag und jeden Dienstag in der Zeit von 14.15 bis 16.45 Uhr Sachspenden aus der Bevölkerung abgegeben werden. Im Sozial-Shop arbeiten überwiegend Flüchtlinge, die "Helping Hands", ehrenamtlich. Die Spenden werden dann geprüft, sortiert und in die Regale eingeräumt. Kleidung und Gegenstände, die für die Weitergabe weniger geeignet sind, werden an andere Hilfsorganisationen weitergegeben und nur Dinge, die nicht mehr zu gebrauchen sind, werden entsorgt. Alle Bedürftigen unserer Stadt dürfen sich gerne der Spenden bedienen!
In der Alten Spellerstraße 30 betreiben wir eine Fahrrad-Werkstatt. Hier werden gespendete Fahrräder angenommen und repariert. Jeder Flüchtling kann so ein Fahrrad erhalten. Jeden Samstag wird hier von 10.00 bis 13.00 Uhr repariert. Den Flüchtlingen wird gezeigt, wie eine Reparatur (Fahrrad-Workshop) durchgeführt wird. Man braucht nur die Ersatzteile bezahlen. Alle arbeiten hier ehrenamtlich. Die Räumlichkeiten für das Bedarfslager wie auch für die Fahrrad-Werkstatt stellt uns die Stadt kostenlos zur Verfügung.
“Radfahren lernen“, regelmäßig bieten wir mit der Verkehrswacht kostenlos Fahrradfahr-Lernkurse für Frauen an, denn in den Heimatländern durften die Frauen meist weder Fahrrad noch Auto fahren. Für sie ist das jetzt ein großes Stück Freiheit. Sie können selbstständig ihre Kinder in den Kindergarten bringen und auch ohne Mann einkaufen gehen.
Die Feuerwehr kommt zu Besuch (29. Juli 2025)
Auf dem Parkplatz an der Kaunitzer Str. 104 + 106 gab es spannende Darbietungen und lehrreiche Informationen unserer Feuerwehr für Eltern, Kinder und andere Interessierte.
Ausflug in den Holter Wald mit Picknick an den Sammelteichen (11. Juli 2025)
Die Familien der geflüchteten waren zu einem Ausflug mit Picknick im Holter Wald eingeladen. Alle waren begeistert von diesem gemütlichen Nachmittag bei schönem Wetter und bester Stimmung.
Die Stadtführerin Uschi Mickley hatte auf dem Naturlehrpfad alles Wissenswerte erklärt.
Lesenacht im Komma (14. und 15. April 2025)
Mit Kindern im Alter von 7 bis 12 Jahren haben wir mit Kindern aus fünf verschiedenen Herkunftsländern eine Nacht im Komma verbracht. Gestartet mit gemeinsamem Pizza- Essen, Ballspiel auf dem Rasen, später dann Nachtwanderung mit Taschenlampe und Kerzen, Lesen und Vorlesen aus deutschen Büchern und einer kurzen Nacht waren sich die Camper einig, dass es eigentlich noch länger dauern könnte - vielleicht eine Woche? Kurzum, alle hatten Spaß.
Fahrradtour am Sonntagmorgen - Kommen Sie mit! Hinaus in die Natur! (2023 und 2024)
Eine gemütliche Fahrradtour auch für Ungeübte. Wir haben im Sommer über jeden Monat eine Fahrradtour angeboten. Kinder durften mitfahren, soweit sie sicher in der Gruppe Fahrrad fahren können. Wir haben unsere Stadt und Umgebung erkundet. Im Sommer wurde über jeden Monat eine Fahrradtour angeboten, damit die Neubürger die Stadt und Umgebung, sowie die einheimische Bevölkerung kennenlernten. Die Teilnahme war kostenlos.
Nach der Information durch das Sozialamt der Stadtverwaltung SHS, begrüßt Giesela Hörster (liebevoll auch “MAMA GIESELA“ genannt) die Neuankömmlinge und fährt mit ihnen durch die Stadt, um den Menschen zu zeigen, wo was ist: Bushaltestellen, Bahnhof, Fahrpläne, Rathaus, Sprachschulen, Familienzentrum, Sparkassen, Ärzte, Märkte, Fahrradwerkstatt, Sozial-Shop,
Caritas Warenkorb, Kindergärten u.v.m.
Jede Familie bekommt eine Grundausstattung an Haushaltsartikeln und auf Wunsch gibt es erste Hilfe bei Anträgen. Wir helfen bei Arztterminen und übernehmen Arztfahrten, aber auch Fahrten zu behördlichen Terminen, wo schlechte Verkehrsverbindungen sind.

Frau Giesela Hörster ist Ansprechpartnerin und jederzeit für die geflüchteten Menschen telefonisch erreichbar. Das hat Vertrauen geschaffen und wird von den Familien gern in Anspruch genommen.
Viele Veranstaltungen wären nicht durchzuführen,
wenn wir nicht Mittel aus der Förderung des Ministeriums NRW aus dem Projekt "KOMM-AN" bekämen.
Die Anträge dafür sind bei der Kreisbehörde Gütersloh zu stellen, die uns auch mit Rat und Tat zur Seite steht.
Dafür unseren herzlichen Dank.

